



Schönenberg wurde 838 unter dem Namen «Thuruftisdorf» erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert ging das einst mächtige Geschlecht der Herren von Schönenberg nieder. Diese hatten auf der Burg «Last» gesessen, von der heute noch eine stattliche Ruine zeugt. In dieser Zeit erhielt Schönenberg seinen heutigen Namen. Während Jahrhunderten lebte das Dorf, das nur aus zwei Mühlen und einigen weiteren Häusern und Höfen bestand, vorwiegend von der Landwirtschaft. Dies änderte sich, als sich im Jahre 1863 eine Seidenweberei im Dorf niederliess. Zusammen mit dem Bau der ersten Brücke über die Thur im Jahre 1873 und der Eröffnung der Bahnlinie Sulgen–Gossau («Bischofszeller Bahn») sorgte dies für ein rasches Wachstum und Aufblühen des Dorfes. Der Brückenbau hatte auch das Nachbardorf Kradolf näher rücken lassen. Bereits um 1910 zählte Schönenberg 820 Einwohner. In der Folge prägte die Seidenweberei die Entwicklung des Dorfes sehr stark. 1978 musste sie ihren Betrieb einstellen. Heute sind vor allem die diversen holzverarbeitenden Betriebe eine wichtige gewerbliche Stütze. Die Holzbauunternehmung Kaufmann Oberholzer AG, mit rund 80 Beschäftigten in Schönenberg und Buhwil und weiteren 40 Arbeitsplätzen in Roggwil (TG) ist gar der grösste Arbeitgeber in der Gemeinde.
In Schönenberg am Fusse des «schönen Berges» leben heute 1‘483 Menschen.
Zu den Wahrzeichen des Dorfes zählen die Schrägseilbrücke über die Thur nach Kradolf, der Aussichtspunkt «Klein Rigi» mit dem schlossähnlich gebauten Dancing Klein Rigi, die Ruine Last, der alte Dorfkern mit der ehemaligen Mühle, das Weitenau-Dörfli (idyllische Wohnsiedlung in Riegelbauweise) und das prachtvoll gelegene Schwimmbad «Thurfeld».
Guido Stutz, ehemaliger Sekundarlehrer, hat im Jahr 2020 ein Buch von Schönenberg verfasst und dieses der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Das Buch “Schönenberg in Geschichte und Gegenwart” zeigt auf 178 reich bebilderten Seiten die Entwicklung des Dorfes seit der Zeit der bischöflich — konstanzischen Herrschaft bis zur Neuzeit. An das Dorfleben im letzten Jahrhundert erinnern herrliche Erzählungen verschiedener Dorfbewohner und viele alte Fotos.
Das Buch ist bei der Gemeindeverwaltung Kradolf-Schönenberg zu einem Unkostenbeitrag von CHF 20.00 erhältlich.